Wetterprognose für die Frühlingswettfahrt – Update

Wetterberatung Lothar Aeckerle
Mitteleuropa steckt am Wochenende in einer Tiefdruckrinne, in der eine Luftmassengrenze eingebettet liegt, die diagonal über die Südhälfte Deutschlands verläuft. Diese Luftmassengrenze nimmt im Südwesten den Charakter einer Warmfront an, da diese kühlere Luft im Norden von trocken warmer Luft im Süden trennt und sich langsam, im weiteren Verlauf des Tages, von den Alpen über Baden-Württemberg weiter bis zu den Mittelgebirgen bewegt. Die Wettererscheinungen entlang der Warmfront halten sich in Grenzen und bleiben auf dichte hohe und mittelhohe Wolkenfelder beschränkt, da die Luftmasse durch den auflebenden Föhn an den Alpen austrocknet. Niederschläge, wie sie normalerweise an Warmfronten ausfallen, werden nicht erwartet. Die Front wird allerdings an Intensität weiter zunehmen, je weiter sie nach Norden vorankommt, da die Temperaturgegensätze zwischen dem Norden und dem Süden deutlich zunehmen. Über weiten Teilen Baden-Württembergs bleibt es bei der Schichtbewölkung, wobei thermische Einflüsse durch die geringe Sonneneinstrahlung am Vor -und frühen Nachmittag weitestgehend unterbunden werden. Deshalb ist in den unteren Luftschichten mit variablen und leichten Windverhältnissen zu rechnen. Erst ab einer Höhe von 1500 Metern (5000 Fuß) dreht die Strömung mit Wind aus süd-bis südwestlichen Richtungen mit 10 bis 15 Knoten. Da die Auslösetemperaturen für die konvektive Bewölkung im Allgemeinen zwischen 13 und 15 Grad liegen und die Maximum-Temperaturen bis 19°C steigen, sind Entwicklungen von stärkeren Quellwolken am späten Nachmittag, die einzelne Schauer bringen können, nicht ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit ist vom Breisgau und über dem Schwarzwald her morgen größer, da durch die Orografie bedingt, schnellere Entwicklungen getriggert werden können. Diese Schauer und vielleicht auch das ein oder andere Gewitter könnte dann recht rasch nach Nordosten vorankommen. Einzelne Böen wären dann in Schauernähe die Begleiterscheinung.
Der Sonntag startet verbreitet sonnig. Gleichwohl der Höhentrog über dem östlichen Atlantik über Mitteleuropa an Raum gewinnen wird und über der Westhälfte Deutschlands allmählich seinen Einfluss weiter ausdehnt. Über Frankreich hat sich unterdessen ein eigenständiges Bodentief ausgebildet. Dadurch kommt über Deutschland, mit Drehung der Strömung auch in Bodennähe auf Süd-Südwest, eine Warmluft -und Feuchteadvektion in Gang mit einem deutlichen Temperaturanstieg (Maximum-Werte zwischen 26 und 28°C) Die Luftmasse wird daher aber auch zunehmend potenziell instabil. Was schlussendlich bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Gewittern größer werden lässt. Da potenziell-instabil, auch recht schnell bedeuten kann und die ML CAPE-Werte über 1000 Joule pro Kilogramm Luft liegen, sind auch Multizellen möglich, die auch unwetterartige Begleiterscheinungen haben und schnell vorankommen können. Außerdem wird der Wind auch abseits von Schauern und Gewittern an Stärke weiter zulegen.