Wetterprognose für die Frühlingswettfahrt am kommenden Wochenende

Wetterberatung Lothar Aeckerle
Zum Samstag bietet die Großwetterlage einen Trog über dem östlichen Atlantik, der bis an die Südspitze Portugals reicht. Auf der Vorderseite dieses Troges kann man über Mitteleuropa und insbesondere über Deutschland eine zweigeteilte Wettersituation erwarten. Im Vordergrund steht dabei eine Warmfront, die gegenwärtig erst noch in der Äquivalent-potenziellen Temperatur in den Isothermen der 850 hPa Fläche auszumachen ist, als in den Bodenwetterkarten. Diese eher schwach ausgeprägte Front arbeitet sich, nach den Modellprognosen von GFS und ICON, ausgehend vom nördlichen Alpenhauptkamm, im Tagesverlauf weiter nach Nordwesten über Baden-Württemberg voran, sodass die Südhälfte Deutschlands am Nachmittag in den warmen Sektor gerät. Mit den hohen und mittelhohen Wolkenfeldern sind keine relevanten Niederschläge mit dieser Warmfront verbunden. Ebenso sind durch die geringen Luftdruckgegensätze die bodennahen Windgeschwindigkeiten eher schwach ausgeprägt. Nicht auszuschließen ist durch die Warmluftadvektion und dem weiteren Voranschreiten eines Bodentiefs von Frankreich her, die Entwicklung einzelner Schauer und Gewitter, die am Nachmittag, vom Breisgau ausgehend, über dem Schwarzwald nordostwärts ziehen. Da die Höhenwinde ab 3000 Meter aus südwestlichen Richtungen recht flott sind (25 bis 30 Knoten), könnten die Gewitterzellen ein ebenso rasches Tempo vorlegen.
Am Sonntag greift dann das oben genannte Tief auf Baden-Württemberg über und sorgt für eine instabile Wetterlage, woraus sich kräftige Schauer und Gewitter bilden können. Da auch die CAPE-Werte in den Bereichen von 700 bis 1500 Joule/kg liegen, steigt auch das Unwetterpotenzial an, weshalb die Gewitter mit Sturmböen und Hagel begleitet sein können.

Höhenwetterkarte 500 hPa Fläche und 10 Tage Meteogramm Stuttgart