Pfingstjugendlager 2012

(Judith Parkinson)

Das 40. Pfingstjugendlager

Zum 40. Mal trafen sich dieses Jahr am 26. Mai über 30 Ballonbegeisterte zum alljährlichen Pfingst-Jugendlager des BWLV, welches von der Ballonsportgruppe Stuttgart organisiert wird. Es ist das erste Mal unter der Leitung von Jessica Parkinson und Annika Berger, die Gesine Francke und Sven Aeckerle ablösten.

Um halb neun war Treffen an der Ballonhalle in Stuttgart, von der wir zu unserem Zeltlager bei Willmanndingen, Sonnenbühl, fahren wollten. Schnell packten wir unsere Sachen in die Autos, damit es endlich losgehen konnte. Nach weniger als zwei Stunden Fahrt trafen wir auf der Wiese ein, auf der wir bereits vor zehn Jahren unser 30. Lager aufgeschlagen hatten. Willkommen geheißen wurden wir von den bereits direkt Angereisten, die uns natürlich sofort dabei halfen, den Hänger zu entladen und die Zelte aufzubauen. Bei strahlendem Sonnenschein war dies relativ schnell erledigt, denn die Handgriffe von den Jahren zuvor saßen natürlich immer noch. Zur Stärkung gab es danach selbstgebackenen Kuchen und für die Durstigen etwas zum Trinken. Nachdem es doch relativ zügig wehte, war eine Abendfahrt nicht möglich und der restliche Nachmittag war der freien Gestaltung überlassen. Während die Kleinen mit in der Natur auffindbaren Gegenständen spielten, ältere Kinder den Wind zum Drachensteigen nutzen und wiederum andere Teilnehmer Holz holten, wurde in der Küche mit der Zubereitung des Abendbrots begonnen. Natürlich wurde auch der Wetterbericht aufmerksam verfolgt. Nach einem köstlichen Essen wurde bekannt gegeben, dass die Wetterlage am nächsten Morgen günstig sei und man sich in die Lüfte erheben können würde. Dementsprechend war der Abend am Lagerfeuer kurz, da die Wecker auf vier Uhr in der Früh gestellt werden mussten.

Nach dem Aufstehen und einem kleinem Frühstück mit Marmeladebroten und Kaffee ging es dann ans Aufrüsten der drei Ballone. Schon am Abend zuvor waren alle Teilnehmer den verschiedenen Fahrzeugen zugewiesen worden. Es stand auch fest, wer für die ersten zwei Etappen jeweils in den Korb durfte. In schließlich drei Etappen ging es dann über die Schwäbische Alb Richtung Reutlingen. Stolz kann man sagen, dass nach einem Start und den insgesamt neun Etappen fast alle Teilnehmer bereits einmal im Korb waren. Nach der Landung wurde das Landefrühstück mit dem traditionellen Jula-Burger zubereitet. Schnell stürzten sich alle auf die Mahlzeit, denn nach drei Stunden Ballon fahren und verfolgen waren alle hungrig.

Nach der Rückfahrt zerstreuten wir uns wieder. Einige holten ihren Schlaf nach, um für den Abend fit zu sein, andere halfen Salate für das Abendessen vorzubereiten. Nachdem es unser 40. Jubiläumsjahr war, war für den Abend eine kleinere Feier geplant, zu der alle eingeladen waren. Im Lauf des Nachmittags trafen auch die Gäste ein, die Fotoalben mitbrachten mit Bildern von den ersten Jugendlagern. Die Fotos wurden mit Begeisterung begutachtet, um möglichst viele Gesichter wiederzuerkennen, und die eine oder andere Geschichte wurde dazu erzählt. Auf einer Seite des Lagers wurde als weiterer Höhepunkt der Pinguin-Modellballon aufgebaut. Wegen technischer Probleme und stärkerem Wind war es zwar nicht möglich, den Ballon frei fahren zu lassen, dafür wurde aber ein kleiner Purzelbaum des Modellballons vorgeführt.

Die Grillchefs begannen parallel mit dem Starten der Grillgeräte und dem Auflegen von Fleisch und Würsten. Zur Vorspeise gab es Stockbrot, worüber die Kleinen mehr als nur begeistert waren. Nach reichlichem und leckerem Essen gab es für alle noch Marshmallows mit Schokolade und Butterkeksen. Nach einer kleinen Verdauungspause wurde dann die alljährliche Hitparade eingeleitet. Mit eigenen Liedkreationen war die Begeisterung wieder einmal groß, auch wenn die Hitparade dieses Jahr nur relativ kurz war. Gewinner waren die Kleinen, die ein selbst geschriebenes Lied zum Besten gaben. Danach verließen die meisten unserer Gäste uns auch wieder, um die längere Heimfahrt anzutreten, und auch die ersten Lagerbewohner verließen das Feuer, um sich schlafen zu legen. Bis um 4 Uhr blieben die letzten Teilnehmer wach: singend, Gitarre spielend und plaudernd, bevor auch sie die Wärme ihrer Schlafsäcke suchten.

Da bereits am Abend zuvor entschieden wurde, am nächsten Morgen nicht Ballon zu fahren, konnten alle gemütlich ausschlafen. Nach einem späten Frühstück ging es um elf Uhr los zum Freibad in Mössingen. Kaum dort angekommen, cremten sich die Letzten mit Sonnenschutzmitteln noch ein und schon ging es ins Wasser. Einige wasserscheue Teilnehmer nahmen ein ausgiebiges Sonnenbad. Nach mehr als 3 Stunden hatten aber alle genug vom Freibad und freuten sich über ein Eis, bevor es zurück zum Jugendlager ging. Dort wurde direkt mit der Zubereitung des Abendbrots begonnen, ein letztes Mal Holz geholt und die Gasflaschen neu befüllt. Mit gefüllten Bäuchen – wir hatten Maultaschen und Kartoffelsalat zum Essen – ging es am letzten Abend noch einmal an das Aufrüsten der Ballone. Doch auch wenn wir nur mit zwei Ballonen an diesem Abend starteten, so hatten die Kinder und Jugendlichen die Chance, bei fünf Ballonen zuzuschauen und mitzuhelfen. Das Ballonteam aus Sonnenbühl ist an diesem Abend mit drei Ballonen auf der Lagerwiese mit uns gestartet. Für die Kinder war es ein zusätzliches Highlight, denn wann sieht man im Jugendlager schon fünf Ballone gleichzeitig?! Die Fahrt endete kurz vor Sonnenuntergang. Bei der Endlandung gab es viele Schaulustige und die Kinder packten die Ballonhülle mit der Hilfe von nur 2 Erwachsenen alleine ein. Nur der Korb war etwas zu schwer, weswegen die Männer an diesem Punkt ihr Kaffeekränzchen unterbrechen mussten, um den Korb in den Anhänger aufzuräumen. Müde, aber glücklich ging es dann zum Lagerplatz zurück. Die Kinder sorgten für ein schönes Lagerfeuer und mit dem Klang der Gitarre und einem Betthupferl verabschiedete sich einer nach dem anderen in sein Zelt.

Der letzte Tag brach an und nach dem Ausschlafen und einem gemütlichen und späten Frühstück ging es ans Zusammenpacken. Ohne große Worte half jeder nicht nur das eigene Reisegepäck, sondern auch die mitgebrachten Zelte einzupacken. Dank des tollen Wetters waren die Zelte trocken und sauber geblieben. Als alles außer den Kindern im Auto verpackt war, stellten wir uns noch für ein letztes Gruppenfoto auf, bevor wir uns mit den Autos in Richtung Heimat bewegten. Zuhause in Stuttgart wurde alles sauber aufgeräumt und die hungrige Meute bekam als spätes Mittagessen ein kleines Schnitzel mit Pommes. Es war wieder einmal ein tolles Ballonjugendlager.

Wir bedanken uns bei Jessica Parkinson und Annika Berger für die Durchführung des Lagers. Für seine Unterstützung bei der Organisation möchten wir uns auch bei Herrn Günther Binder vom Ballonteam Sonnenbühl bedanken, der uns auch freundlicherweise seine Wiese zur Verfügung gestellt hat.
Außerdem werden wir noch vom Hanns-Kellner-Gedächtnisfond unterstützt, wofür wir uns ebenfalls ganz besonders bedanken möchten.