Pfingstjugendlager 2018: Ballone unter’m Regenbogen

Anja Häckl und Daniela Stadler berichten vom 46. Pfingstjugendlager der Ballonsportgruppe Stuttgart e.V. in Seeg im Allgäu

Am Mittwochabend schon gingen die Vorbereitungen los: Kuchenteig rühren und ab in den Ofen damit! Die Vorfreude stieg stetig, wechselte sich jedoch mit meiner Nervosität ab, da es mein erstes Zeltlager sein würde und ich nicht wirklich wusste, was auf mich zukommen würde. Daher ging es auch zeitig in‘s Bett, um am nächsten Tag fit aufstehen zu können. Donnerstag früh: nochmal kontrollieren, ob für das Wochenende auch alles eingepackt ist. Dann ab in‘s Auto, Musik laut, Sonnenbrille auf und mit guter Laune los zum Pfingstjugendlager nach Seeg!
Die meisten Teilnehmer waren schon da und sogar ein paar erste Zelte standen schon. Also schnell mein Zelt aufbauen und bei den Mannschaftszelten zusammenhelfen, damit wir zügig fertig waren. Nachdem leider auch dieses Jahr keiner so genau wusste, welche Zeltstange wohin gehört, dauerte das Ganze ein wenig länger, war dafür aber auch umso lustiger. Als die Zelte dann endlich alle fertig waren, gab es das erste Briefing von unserer neuen Lagerleitung Jule Hamm und Hannes Diller, und danach direkt eine kleine Stärkung: Wurstsalat mit Brot und hinterher die frischen, selbstgebackenen Kuchen.
Im Anschluss war dann erst mal Kennenlernen angesagt – vor allem für mich als neue Teilnehmerin waren ziemlich viele fremde Gesichter dabei. Da Jule und ihrer Schwester Jenny die „normalen“ Kennenlernspiele zu langweilig waren, hatten sie sich kurzerhand neue ausgedacht, und schon kurze Zeit drauf liefen wir alle watschelnd wie die Pinguine, glücklich, mit lautem „Mimimi“ und Namen schreiend durch das Lager. Das leckere Abendessen, Maultaschen und Salat, hatten wir uns danach wohl verdient!
Ein aufziehender Gewitterschauer machte die erste Ballonfahrt leider zunichte, dafür bekamen wir aber wenig später eine Einweisung von Tomas Hora, wie man richtig mit einem Ballon umgeht und auf was man alles achten muss. Da auch die Frühfahrt am nächsten Morgen abgesagt wurde, konnten wir den Abend gemütlich mit Gitarre und Gesang am Lagerfeuer ausklingen lassen und so hatte ich die Chance, alle noch einmal etwas besser kennen zu lernen.

Am Freitagmorgen gab es dann Frühstück und anschließend direkt die Abfahrt in‘s Schwimmbad nach Sonthofen. Damit auch ja alle wieder sauber in‘s Lager zurückkehren, haben sich die Jungs persönlich darum gekümmert, jeden mindestens einmal unter Wasser zu tauchen, um auch den letzten Hauch Lagerfeuerluft loszuwerden.
Nach einer kleinen Stärkung im Lager am Nachmittag war das Wetter dann endlich vielversprechend für unsere erste Ballonfahrt. Am Startplatz angekommen, haben wir die Ballone ausgeladen und vorbereitet, während unsere Piloten noch einmal die Köpfe zusammensteckten und einen letzten Blick auf das Radarbild warfen, ob wir denn auch wirklich starten können. Nach dem abschließenden OK stand meiner ersten Fahrt nichts mehr im Wege! Die Anspannung stieg, aber als es nach oben ging und man die Alpen noch besser bestaunen konnte, war die Nervosität weg und ich war von dem wunderbaren Panorama einfach nur beeindruckt. Der abziehende Regenschauer zauberte uns einen Regenbogen an den Himmel, was alles nur noch wundervolle machte.
Als wir wieder am Boden angekommen und alle Ballone verpackt waren, ging es zurück zum Lagerplatz. Dort wartete bereits unser liebes Küchenteam mit Niko Schweizer und Andreas König mit dem Abendessen auf uns: Spaghetti Bolognese! Anschließend war Bettruhe angesagt, da noch nicht sicher war, ob wir am nächsten Tag in der Früh noch einmal Ballonfahren können.

Am Samstagmorgen stand als allererstes eine Lagebesprechung der Piloten an, die positiv ausfiel – also wurde einmal laut durchs Lager gepfiffen, damit alle wach wurden. Anziehen, schnell frühstücken, auf den neuen Plan schauen, wer in welchem Ballon und welchem Auto mitfährt und los ging’s! Als die Ballone gerüstet waren und in die Luft stiegen, war für mich heute Verfolgen angesagt. Zwei unserer fünf Ballone gelang eine Zwischenlandung in der Nähe unseres Lagerplatzes, wo kurz die Personen im Korb gewechselt wurden, und schon ging es weiter. Der zweite Landeplatz war dann auch gleichzeitig unser Ort zum Frühstücken. Nachdem alle satt waren, ging es zurück zum Lagerplatz und dann war erst mal für alle eine Ruhepause angesagt, um wieder fit für den weiteren Tag zu werden.
Der Mittagsschlaf wurde durch eine kleine Wasserschlacht beendet, und dank des leckeren Mittagessens waren wir dann auch stark genug für das gemeinsame Völkerballspiel. Danach war noch einmal Zeit, die wir frei gestalten konnten. In dieser wurde ein Fußball-Turnier gespielt und an den letzten Beiträgen für die Jula-Hitparade, traditionell Teil des letzten Abends am Lagerfeuer, gefeilt.
Zum Abendessen wurde dann für alle gegrillt, anschließend gab es Stockbrot am Lagerfeuer. Nach der Taufe der Erstfahrer war die Jula-Hitparade dran, bei der wieder so einiges geboten war – von Turnen und lustigen Spielen über Lieder bis hin zu selbstgedichteten Versen war alles dabei. Nachdem der Sieger gekürt war, ließen wir den Abend bei gemeinsamem Gesang gemütlich ausklingen.

Am Sonntagmorgen war das Jula schon wieder dem Ende so nahe. Aber zuerst mussten alle Zelte abgebaut und die ganzen Sachen wieder in den Anhängern verstaut werden. Danach noch den Zeltplatz aufräumen und ein Gruppenfoto zur Erinnerung – viel zu schnell war mein erstes Ballonjugendlager vorbei!

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Organisatoren, Helfer und Piloten, an unsere Lagerleitung Jule Hamm und Hannes Diller, an die unbeschreiblich guten Köche Andreas König und Nikolai Schweizer und natürlich an unseren Gastgeber Franz Roth, an dessen Bauernhof wir unsere Zelte aufschlagen durften. Wir kommen gerne wieder!