Pfingstjugendlager 2014

(Victoria Hirsch)

Endlich wieder Pfingstjula!

Eine Wiese und 3 Zelte – das sind die Rahmenbedingungen für das alljährliche Pfingstjugendlager der Ballonsportgruppe Stuttgart. Und auf eben so einer Wiese trafen sich am Himmelfahrts-Wochenende vom 29. Mai bis 1. Juni 46 Teilnehmer unterschiedlichsten Alters unter der Leitung von Matthias Schlegel zu 4 Tagen voller Begeisterung und Miteinander, nicht nur im Ballonkorb.

Nach einem letzten Check aller Fahrzeuge und Anhänger startete die Gruppe am Donnerstagmorgen pünktlich von der Ballonhalle der BSG aus zum geplanten Lagerplatz bei Sonnenbühl-Willmandingen auf der Schwäbischen Alb. Schon hier war die Stimmung super, viele der Teilnehmer kannten sich aus vorherigen Lagern und auch die „Neulinge“ wurden freudig begrüßt.

Auf der Wiese angekommen, dauerte es nicht lang bis die ersten Züge eines Lagers erkennbar wurden. Mit guter Laune und mehr oder weniger Routine wurden die Zelte aufgebaut, die Küche eingerichtet und eine große Feuerstelle ausgehoben. Den Rest des Nachmittages wurde mit äußerst unterhaltsamen Kennenlernspielen und einer traditionellen Rund Völkerball verbracht, bis Küchenfee Kathrin Bange zum Abendessen rief und die hungrige Meute mit Spagetti Bolognese versorgte. Obwohl die großen Ballone aufgrund des starken Windes im Anhänger bleiben mussten, mangelte es nicht an Ballonstimmung. Zur Begeisterung der Jüngeren hatten Matthias und Benedict ihre Modellballone eingepackt und so trotzten schon bald der Pingu und sein Kollege Mini den Böen über dem Lagerplatz. Für eine Überraschung der besonderen Art sorgte ein ortsansässiger Bauer, der zufällig mit seiner Gruppe Lamas vorbeikam und die flauschigen Tiere allen vorstellte. Nachdem alle einmal streicheln durften und jeder ein Foto mit dem Lamababy gemacht hatte, rundete eine gemütliche Gesangs- und Gitarrenrunde am Lagerfeuer den ersten Tag ab.

Dichter Nebel und Eiseskälte weckte am Freitagmorgen Jung und Alt und so war es kein Wunder, dass der heiße Kaffee und Kakao des Küchenteams reißend Absatz fand. Nach einem recht entspannten und ruhigen Vormittag verbrachten wir den Schlechtwetternachmittag mit einer interessanten Führung durch die Bärenhöhle, bei der es nicht nur jahrtausendealte Stalagmiten und Stalagtiten zu bewundern gab, sondern sogar das Skelett eines echten Höhlenbären. Die für den Abend geplante Fahrt musste dann leider ins Wasser fallen, da aufziehende Schauer einen Start zu riskant machten. Für den nächsten Morgen waren wir jedoch guter Dinge und so kehrte im Lage bald Ruhe ein… diese hielt allerdings nicht lang. Um kurz nach Mitternacht ertönten laute Schreie vor den Zelten! Eine Gruppe ortsansässiger Jugendlicher hatte dreist versucht, die Lagerfahne sowie einen Kasten Apfelschorle zu klauen. Doch dank unseres aufmerksamen Wachtmeisters Oliver Goller konnten die Diebe auf frischer Tat ertappt und nach einem ausgiebigen Verhör entlassen werden – nicht jedoch ohne die Auflage, einen Kuchen als Entschädigung am nächsten Vormittag vorbeizubringen. Der kurze Rest der Nacht verlief dann jedoch friedlich… bis morgens um 5 der Wecker klingelte.

Ein goldener Sonnenaufgang über den sich langsam auflösenden Nebelfeldern ermöglichte den meisten Teilnehmern dann doch noch die sehnsüchtig erwartete „Himmelfahrt“. Mit vier Ballonen starteten insgesamt 15 der 46 zur ersten Etappe in die Morgensonne. Während die Verfolger noch fleißig Eis von den Scheiben der Autos kratzten, genoss der Rest die Aussicht über die Alb und den herrlichen Blick zur Burg Hohenzollern. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt landeten drei der vier Ballone so dicht beieinander, dass ein gemeinsames Landefest bei Sulz am Neckar möglich wurde und die Fahrt mit einem zünftigen Vesper gebührend abgeschlossen werden konnte. Auf der anschließenden Heimfahrt legte der ein oder andere dann ein schnelles Nickerchen ein, denn man munkelte, dass für den Nachmittag ein Besuch im Schwimmbad geplant war. So wurde der restliche Tag mit ausgiebigem Planschen verbracht, bevor es zum gemeinsamen Grillen zurück an den Lagerplatz ging. Bei Steaks und Grillwürstchen wurde dann noch schnell die Fahrtplanung für den Abend diskutiert, bevor es zum zweiten Mal an diesem Tag in die Lüfte ging. Der Start mit vier Ballonen machte es dann doch noch möglich, dass nahezu alle Teilnehmer noch in den Genuss einer Fahrt kamen und den Sonnenuntergang über den Hügeln bewundern durften.

Bei der anschließenden Taufe der Erstgefahrenen und der traditionellen Lagerhitparade fand das Pfingstjugendlager dann seinen gelungenen Abschluss und nachdem auch die letzten um 4 ins Bett krochen, lässt sich wohl mit Recht behaupten, dass es wieder mal ein erfolgreiches und wunderschönes Lager war.

Trotz der kurzen Nacht halfen am nächsten Morgen alle mit beim Zusammenpacken und die Heimreise konnte pünktlich angetreten werden. Zurück an der Ballonhalle gab es dann noch einiges zu verräumen, die Autos zu putzen und die Gasflaschen zu füllen, aber dank der zahlreichen Helfer gingen auch diese Arbeiten zügig von der Hand, so dass die abschließende Pizza draußen in der Sonne genossen werden konnten. Die letzten Autos rollten vom Hof und die Bilanz der Tage war eindeutig: So ein Lager ist eben etwas ganz Besonderes und da kommen alle gerne wieder!

Das alles wäre nicht möglich gewesen, hätten nicht unzählige Helfer ihr Bestes gegeben. Angefangen natürlich bei der fantastischen Lagerleitung Matthias Schlegel, ohne dessen Begeisterung und Engagement das alles gar nicht zu Stande gekommen wäre. Ein Riesen Dankeschön geht natürlich auch an Kathrin Bange und Sarah Schäfer, die das Camp mit Köstlichkeiten aus der Küche versorgt haben und auch in der größten Hektik noch Nutella und Salamibrote richten können. Des Weiteren danken wir Günther Binder für das zur Verfügung stellen seiner Wiese, sowie der Möglichkeit in seiner Ballonhalle Gas und Frischwasser zu tanken, sowie Lebensmittel zu lagern. Ein herzliches Dankeschön geht an die BSG Stuttgart, die uns nicht nur die Zelte, Autos, Anhänger, Ballone und weiteres Equipment zur Verfügung stellte, sondern deren Mitglieder auch mal spontan beim packen helfen, wenn das eigentliche Packteam im Stau steht. Dank geht auch an den DFSV, den BWLV sowie den Hanns-Kellner-Gedächtnisfond für die finanzielle Unterstützung des Lagers.

So lässt sich abschließend nur noch anmerken: Schön war‘s und bis nächstes Jahr!