Pfingstjugendlager 2011

(Jessica Parkinson)

Ballonspaß im Nördlinger Ries

Es ist fast jedes Jahr die gleiche Wetterauskunft mit derselben Überraschung wie in den Jahren zuvor. In der Woche vor dem jährlichen Ballonjugendlager der Ballonsportgruppe Stuttgart wird für das Pfingstwochenende schlechtes Wetter angekündigt, welches keine Ballonfahrten verspricht. Doch dies wird von Teilnehmern des Jugendlagers nicht allzu ernst genommen und einfach ignoriert und siehe da, es hat wie „angenommen“ nur etwas getröpfelt und die restliche Zeit die Sonne mit herrlichen Temperaturen gestrahlt. Und so war es am 11. Juni 2011 wieder soweit. 34 glückliche Teilnehmer setzten sich ins Auto um sich in Richtung der Sandgrube in Unterwilflingen im Nördlinger Ries zu begeben. Ein Großteil der Teilnehmerfamilien fuhr direkt dorthin um mit dem Aufbau des wichtigsten Zeltes zu beginnen, dem Küchenzelt. Der „Rest“ traf sich wie in den Jahren zuvor, morgens um halb neun an der Ballonhalle der Ballonsportgruppe Stuttgart in Bad Cannstatt (Stuttgart).

In unserer Sandgrube am Zielort angekommen, saßen dann auch die Handgriffe um das gesamte Lager innerhalb kürzester Zeit aufzubauen und sich dem leckeren mitgebrachten Kuchen zu widmen. Aufgrund der stabilen Wetterlage am Abend wurde gleich die erste Ballonfahrt mit den zwei mitgebrachten Ballonen geplant. Vorher musste aber noch das Brennholz für das abendliche Lagerfeuer herbeigeschafft werden. Zusammen mit dem örtlichen Förster, Herrn Lemmermaier, wurde in einem abgelegenen Waldstück das Holz zusammen getragen. Nach dem Abendessen konnten wir frisch gestärkt die Ballone aufstellen. Dabei hatten wir den Jugendballon des DSFV und einem Vereinsballon der Ballonsportgruppe Stuttgart. Anlässlich seines vierzigsten Geburtstags bekam Claude Oughourlian die einzigen drei Mädels des Jugendlagers mit in den Korb, damit diese ihm die Fahrt mit Gesang und guter Unterhaltung „versüßen“ konnten. Dazu gab es eine herrliche Aussicht über das Nördlinger Ries, sodass man gut beobachten konnte, wie die Strahlen der Sonne sich immer stärker an den vorhandenen Wolken vorbeidrängten. Der erste Tag wurde mit einem gemütlichen Lagerfeuer und der Gruppeneinteilung für die Ballonfahrt am kommenden Morgen beendet.

Lang war die Nacht nicht, dennoch waren alle am nächsten Morgen, mehr oder weniger wach, im Küchenzelt versammelt. Nach einer kleinen Stärkung und leckerem Kaffee wurden zum zweiten Mal in diesem Jugendlager die Ballone ausgepackt und für eine angenehme Morgenfahrt vorbereitet. Zu dieser frühen Morgenstunde war es noch etwas kühl, aber nach drei schönen Etappen mit den Ballonen wurde es wärmer, sodass man ein tolles Frühstück schon im T-Shirt genießen konnte. Die jüngeren Kinder halfen begeistert beim Verpacken der Ballone, sodass kurz darauf auf einem kleinen Stück Wiese dann unzählige Nutella-Brote und die traditionelle Jula-Burger verspeist wurden. Vom frühen Aufstehen noch etwas müde, ging es dann wieder zurück zum Zeltplatz. Jeder suchte sich sein eigenes Plätzchen für einen kleinen Mittagsschlaf, manche bevorzugten ihr Zelt, andere den Schatten am Rande des Steinbruchs. Am Nachmittag stärkte man sich erneut mit Kaffee und Kuchen. Aufgrund der immer noch stabilen Wetterlage planten wir gleich noch eine weitere Ballonfahrt für den Abend. Mit Maultaschen, Kartoffel- und Gurkensalat gestärkt wurden die Ballone zum dritten und letzten Mal in diesem Jugendlager startklar gemacht. Bei schwachem Wind und langsamer Fahrt unserer Ballone wurden diese nicht nur von den Teilnehmern des Jugendlagers, sondern auch von den Kindern aus den nahen Ortschaften verfolgt. Die einen folgten den Ballonen gemütlich mit dem Auto, die anderen strampelten mit dem Fahrrad hinterher. Das gemeinsame Verfolgen mit so vielen zusätzlichen neugierigen Kindern, aber auch Erwachsenen, begeisterte alle. Und so kann man sagen, dass alle Fahrten im gemütlichen Tempo und teilweise auch in großer Höhe über dem Nördlinger Ries ein voller Erfolg waren. Der Abend wurde traditionell mit einem Lagerfeuer beendet. Müde, aber glücklich fiel einer nach dem anderen in seinen Schlafsack. Doch zum Schrecken der Bewohnerinnen des Mädchenzelts fehlte ein Feldbett. Nach kurzen Suchen fanden wir das gute Stück wieder. Es hatte sich wie durch Magie auf den steilen Abhang des Steinbruchs begeben (die Übeltäter sollen hier nicht genannt werden).

Der nächste Morgen war für alle Langschläfer gut geeignet. Das Frühstücksbuffet war bis um 10 Uhr geöffnet. Und nach dem großen und leckeren Frühstück ging es los ins Schwimmbad, um sich den Staub vom Körper waschen zu können. Wer trotz der langen Nacht nicht genügend Schlaf bekommen hatte, konnte sich so nochmals für knappe 45 Minuten im Auto für den bevorstehenden Wasserspaß ausruhen. Im Schwimmbad angekommen, wurden gleich die Wasserrutschen und die Springtürme erobert. Wer es ruhiger wollte, konnte sich im warmen Außenbecken entspannen. Wen zwischendurch der kleine Hunger packte, hatte mitgebrachte Kekse, frisches Obst und Gemüse zur Verfügung. Etwas müde, aber dafür sauber und glücklich kehrten wir wieder zur Sandgrube zurück. Die „Älteren“ ruhten sich erneut aus, um für das Grillen und die Hitparade am Abend fit zu sein. Die jüngeren Kinder begaben sich wieder zu ihrer „Baustelle“. Seit die Sandgrube als Zeltplatz von uns verwendet wird, wird an einer Straßenerweiterung gearbeitet, um einen zweiten Weg in den Steinbruch zubekommen. Dieses Jahr zeigte die neue „Straße“, welche aus großen Pflastersteinen besteht, erstaunliche Fortschritte. Der Abend begann dann mit Grillen und zum Nachtisch Stockbrot. Nach der Taufe der Erstgefahrenen, begann die berühmte Hitparade. Tolle Gesangseinlagen wurden wieder in Gruppen oder als Solokünstler vorgetragen. Der Abend endete nach einer offiziellen Siegerehrung.

Am nächsten Morgen hieß es wieder alles zusammenpacken und in den Hängern und in den Fahrzeugen zu verstauen. Nachdem wir uns noch bei Familie Gröger die uns außerhalb der Öffnungszeiten und über die Feiertage mit Getränken versorgt hatte und Frau Kemmner bei der wir Wasser holen und den Kühlschrank benutzen konnten verabschiedet hatten, ging es wieder zurück nach Stuttgart. Dank des trockenen Wetters der letzten vier Tage konnte alles schnell und sauber wieder aufgeräumt werden. Abschließend gab es für alle traditionell an der Ballonhalle Pizza.

Wir bedanken uns bei Gesine Francke und Sven Aeckerle für die Durchführung des Lagers. Für ihre Unterstützung bei der Organisation und dem Genehmigungsprozedere möchten wir uns auch bei der Gemeinde Unterschneidheim, bei Herrn und Frau Joas, Ortsvorsteher Unterwilflingen bedanken.