Ein Artikel über die Jugendgruppe 1990

(Michael Wider)

Die Jugendgruppe der Ballonsportgruppe Stuttgart

Unser Wunsch, über den normalen Fahrtenbetrieb des Vereins hinaus. Jugendlichen den Ballonsport näher zu bringen und diese eine intakte Gemeinschaft erleben zu lassen, wurde erstmals an Pfingsten 1973 in die Tat umgesetzt: Unweit des Startplatzes unserer Freunde vom Ballonclub Salzach-Inn wurde bei Gendorf ein einfaches Zeltlager errichtet, die Verpflegung auf einfachste Art am Lagerfeuer vorgenommen und an zwei Tagen jeweils eine Fahrt mit dem inzwischen legendären Gasballon D-Graf Zeppelin unternommen. Eine gute und bisher einmalige Idee im Ballonsport war geboren – eine langjährige Entwicklung hin zu einer kontinuierlichen Jugendarbeit im Verein nahm ihren Anfang!

Ohne Unterbrechung werden seither von uns, nicht nur im Rahmen des Stuttgarter Vereins, sondern auch der Jugendarbeit des BWLV, derartige Jugendlager auf verschiedenen Startplätzen mit Gas- oder Heißluftballonen sowie mit Unterstützung des jeweiligen Gastvereins durchgeführt. Die Teilnehmer kommen sowohl aus unserem Verein, als auch von außerhalb – jedenfalls ist immer ein mehr als ausreichendes Interesse an dieser Veranstaltung vorhanden! Seit mehreren Jahren richten wir in den Sommerferien mit großem Erfolg ein gemeinsames Lager mit Segelfliegern des BWLV aus, um die unterschiedlichen Luftsportarten einander näher zu bringen. Zurzeit sind wir aktiv bemüht, darüber hinaus gegenseitige Kontakte zum Aero-Club von Lodz/Polen zu knüpfen. Stuttgart und Lodz verbindet seit 1988 eine Städtepartnerschaft. Die Ballonsportgruppe Stuttgart stellt seit Anfang 1990 den Bundesjugendleiter des Deutschen Freiballon-Sportverbandes. Weniger das Erreichen ballonsportlicher Erfolge steht im Vordergrund dieser Art von Jugendarbeit, vielmehr sollen Jugendliche über diese „Gruppe“ die Chance bekommen, in die Vereine hineinzuwachsen und einen Luftsport ausüben zu können, der gemeinhin nur den sogenannten „Erwachsenen“ offensteht.

Der Artikel über die Jugendgruppe erschienen in „der Adler“ Nr.3 März 1990 zum Freiballonführertag in Stuttgart.