Zum 37. Mal trafen sich am 21.5.09 dieses Jahr über 50 Ballonbegeisterte zum alljährlichen Pfingst-Jugendlager des BWLV, das die Ballonsportgruppe Stuttgart (BSGS) veranstaltet und das bis zum 25.5.09 dauerte .
Um halb 9 trafen wir uns an der Ballonhalle in Stuttgart, packten unsere Sachen in die Autos und fuhren los ins Nördlinger Ries wo wir in einem Steinbruch unser Lager aufschlagen wollen. Unsere Fahrt war nicht die kürzeste, doch mit Singen, Reden, Feiern und Lachen ging sogar diese Zeit vorüber. Nach etwa 2 Stunden hatten wir den Steinbruch erreicht.
Unsere Teamkollegen, die direkt dorthin gefahren waren, erwarteten uns schon. Nachdem unsre Lagerleitung, bestehend aus Gesine Francke und Sven Aeckerle das erste Briefing gehalten hat und alle Aufgaben verteilt waren, begannen sowohl die Jungs als auch die Mädels ihre Zelte aufzubauen. In einem Kopf- an Kopfrennen wurden schließlich aus einem großen Stapel Stangen und zwei Planen doch noch die Mannschaftszelte.
Nach ausgiebigem Vesper begann es dann aufs heftigste zu regnen und zu stürmen, sodass ans Ballonfahrt am Abend nicht zu denken war. Durch den Regen gehindert, wurde auch die Lagerfeuerrunde in das Küchenzelt verlegt. Dort kam dann richtige Julastimmung auf, sodass es insgesamt doch noch ein lustiger Abend wurde.
Am nächsten Morgen begann der Tag für den einen mehr den anderen weniger früh, bis sich schließlich alle aus ihren Zelten bequemt und gefrühstückt hatten. Dann machten sich die Ersten auf den Weg um Holz, noch benötigte Nahrungsmittel und Wasser zu besorgen. Am Nachmittag machten wir uns dann auf, das Nördlinger Rieskrater-Museum unsicher zu machen. Nachdem wir uns durch die Ausstellung gearbeitet haben und nun wussten in welch geologisch wertvollem „Loch“ wir campierten, wurde uns in Grüppchen ein kleiner Streifzug durch die Stadt erlaubt. Bei kleineren bis größeren Erkundungstouren mit Besichtigung der Stadtmauer lernten wir unsre Umgebung besser kennen und hatten viel Spaß miteinander. Dann kehrten wir zu unsren jeweiligen Fahrzeugen zurück und machten uns auf den Weg in unsren Steinbruch. Dort verbrachten wir den Nachmittag mit Fangen spielen und chillen. Die Erwachsenen mit Unterhaltungen sowie Kochen und Wetterberichte checken. Der Abend klang dann am Lagerfeuer doch recht bald aus, da wir am nächsten Tag Ballonfahren gehen wollten. Um vier wurden wir dann aus unsren Betten geschmissen und machten uns nach einem morgendlichen Nutellabrot auf den Weg die Ballone aufzurüsten. Da Gesine schon am Abend vorher die Teams eingeteilt hatte und auch schon die einzelnen Etappen feststanden, war dies kein großes Problem für die Teams. Als die Ballone pünktlich zum Sonnenaufgang um 05:00 in die Luft stiegen war das Hurra bei den Erstfahrern groß. Die Verfolger sprangen auch in ihre Fahrzeuge und so begann ein wundervoller Ballonmorgen, an dem in zwei Ballonen (LBBW-Ballon der BSGS und Jugenballon des DFSV (Deutscher Freiballon Sportverband) mit jeweils 4 Etappen bei herrlichem wolkenlosen Himmel die meisten Kinder in den Korb kamen. Als der LBBW- Ballon nach ca. 4 Stunden. über der beeindruckenden Rieslandschaft einen guten Lande- und Vesperplatz ausgesucht hatte und bereits Brot und Salami aufgeschnitten waren, erreichte uns die Meldung, dass wir wohl noch ein wenig auf unsere Kollegen warten müssten. Das Jungsfahrzeug war durch ein kleines Missgeschick des Fahrers im Graben gelandet. Schließlich stellten wir fest dass sich dieser Graben ganz in der Nähe der Vesperwiese im Wald befand und so kämpften sich die wackeren Buschballoner durch das dichte Gestrüpp um das abgerutschte Auto wieder auf den Weg zu befördern. Mit gemeinsamen Kräften gelang dies auch schließlich und die Heimfahrt konnte angetreten werden. Als wir wieder im Steinbruch angekommen waren und in einem kurzen Briefing einstimmig beschlossen dem nahegelegenen Freibad einen Besuch abzustatten packten wir in Rekordzeit unsere Badesachen und stürmten wieder zu den Autos. Nach zwei Stunden ausgiebigem Baden sowie Sonnenbaden und der ein oder andren Eincreme/Massier-Session kehrten wir ins Lager zurück um auf freiwilliger Basis gleich wieder durchzustarten um das letzte Bundesliga-Spiel der Saison 2008/09 in Public-Viewing im Nachbardorf zu genießen. Trotz einer Niederlage der Stuttgarter Mannschaft war die Stimmung hervorragend und so wurde der restliche Tag noch lustig. Gegen Abend konnten wir sogar noch mit drei Modellballonen hinausgehen, wobei dies jedoch in einer kleinen Hetzjagd endete. Als Ballone sowie Teilnehmer wieder sicher im Lager angekommen waren, begann unsere hervorragendes Küchenteam das Abendessen vorzubereiten. Nachdem der Grill eingeheizt war und auch schon die ersten Fleischstücke bzw. Würstchen fertig waren, begann auch schon der Andrang auf unsere Grillmeister Sven, Sina & Jan. Für den der wollte gab es im nachhinein noch heiße Marshmallows mit Schokolade und Keksen. Als sich dann alle am Lagerfeuer versammelt hatten und auch der Küchendienst sich dazu gesellen konnte, begann die alljährliche Lagerhitparade dieses Mal unter der Leitung von Franziska Munz und Victoria Hirsch. Aufgrund einiger Unklarheiten bezüglich des Namens dieser Veranstaltung wurde die Lagerhitparade auf „Das JuLa sucht den Superstar“ umgetauft. Unter den strengen Augen und Ohren der Jury ( Albrecht Munz, Ben Schlegel und Marc Gerhardt) brachten dann die ersten Teilnehmer ihre mehr oder weniger selbstgedichteten Beiträge dar. Mit einer Rekordzahl von mehr als zehn verschiedenen Beiträgen fiel die Auswahl sehr schwer. Die diesjährigen Gewinner wurden bekannt unter dem Namen „Die Hamburger“ und nahmen unter tosendem Applaus ihren Preis entgegen. Nach diesem letzten großen Ereignis des Tages machten sich die ersten auf den Weg in ihre Schlafsäcke, während einige der älteren noch wach blieben und fleißig die alten JuLa-Kamellen sangen.
Als sich auch dieser Kreis bis auf ein paar ganz hartgesottene Kerle und Mädels aufgelöst hat schlug die Uhr schon 01:30 Uhr. Nun stimmten diese noch ein paar letzte Schlager an, bevor man sich auch hier den ruhigeren Tönen zuwand. Gegen 03:00 Uhr löste sich das Grüppchen auf, wobei einige noch die Wärme des Feuers genossen indem sie die Nacht auf ihren Feldbetten am Feuer verbrachten. Als jedoch gegen 04:15 ein kleiner Schauer einsetzte zogen sich diese in ihre Zelte zurück. Am Sonntag morgen hieß es dann für manche nach ungefähr vier Stunden Schlaf wieder aufstehen, denn die Taschen mussten gepackt, dann aus den Zelten geräumt diese wieder abgebaut werden, was natürlich nicht zu vergessen ist. Das war, wie jedes Jahr, zwischen den Mädels und Jungs ein Kopf an Kopfrennen, wer als erster fertig ist. Dieses Jahr war es leider Gleichstand. Nachdem die Zelte schön gefaltet waren hieß es: Alle ans Küchenzelt, jeder eine Stange und dann bei 3 die unterste weg.
Da viele mithalfen war selbst das schnell geschafft. Alles in die Kisten verstauen und fertig.
Jetzt hieß es: Alle Taschen in die Autos und die Autos an den Rand des Steinbruchs gefahren, sodass wir wie jedes Jahr unsere JuLa-Putzaktion durchführen konnten, ohne durch ein Auto gestört zu werden. Wir Balloner erhielten ein großes Lob der Lagerleitung, da wir diesen Platz wieder sehr sauber hinterlassen hatten, bis auf einige wenige Papierschnipsel. Jetzt hieß es ab nach Stuttgart zurück an die Halle. Wie jedes Jahr bestellte Gesine auf der Rückfahrt 30 Schachteln Pizza, die gegessen wurden, nachdem alles weggeräumt war, was natürlich auch schnell ging.
Es war wie jedes Jahr eine ausgesprochen schöne Veranstaltung.
Wir danken Maria Schäble bei der Findung eines neuen Lagerplatzes im Nördlinger Ries, der Gemeinde Unterschneidheim für ihre Unterstützung und Genehmigung, Fr.Kemmner aus dem Nachbardorf für die Bereitstellung des Holzes und des Wassers, sowie die Nutzung des Kühlschranks, dem Fußballclub in Zöbingen für die Möglichkeit des Public-Viewing und natürlich der BSG Stuttgart, der Lagerleitung, unseren sensationellen Küchenfeen Sven, Yvonne, Bigi, und allen anderen großen und kleinen Helfern für ein so rundum gelungenes und entspanntes JuLa. Es war wiedereinmal perfekt organisiert und durchgeführt. (Bericht von Elena B. und Victoria H.)





















